S!stems und Ampeers Energy: Strategisches Investment ermöglicht One-Stop-Shop zur klimaneutralen Gebäudeenergieversorgung

S!stems und Ampeers Energy: Strategisches Investment ermöglicht One-Stop-Shop zur klimaneutralen Gebäudeenergieversorgung

Die Immobilienwirtschaft steht vor massiven Herausforderungen, um ihre CO₂-Einsparungsziele zu erreichen. Der strategische Einstieg der S!stems GmbH bei Ampeers Energy ist in diesem Zusammenhang ein bedeutender Schritt für die effiziente und gleichzeitig profitable Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Das gemeinsame Investment mit der österreichischen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), die bereits Bestandsinvestor ist, umfasst dabei einen zweistelligen Millionenbetrag. Es schafft die Basis für den One-Stop-Shop: interdisziplinäre Teams nehmen dem Immobilieneigentümer zukünftig Planung, Umsetzung, Betrieb und Abrechnung aller Prozesse einer nachhaltigen Gebäudeenergieversorgung ab. Damit kann der CO₂-Ausstoß von Gebäuden um über 90 Prozent gesenkt werden – verbunden mit einer Refinanzierbarkeit der Investitionen. Die Kooperation verbindet die Softwarelösungen des Fraunhofer Spin-offs Ampeers Energy mit den Dienstleistungen und anlagentechnischen Komponenten von S!stems, wie etwa PV-Anlagen, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur. Für die Immobilienwirtschaft hat dies eine Reduktion der Komplexität bei Dekarbonisierungsprojekten zur Folge. Gleichzeitig bieten sich ihr effiziente, technisch ganzheitlich abgestimmte Lösungsansätze für die skalierbare und serielle Modernisierung ihrer Bestände – bei gleichzeitiger Profitabilität in der Umsetzung.

7 Min. Lesedauer

von AMPEERS ENERGY, München, 30. August 2022

„Die Immobilienwirtschaft konnte ihre CO₂-Emissionen im letzten Jahrzehnt nicht verringern. Gleichzeitig wissen wir, dass sie die Sanierungsgeschwindigkeit verfünffachen muss, um ihre Klimaziele zu erreichen. Mit dem One-Stop-Shop, den die Partnerschaft mit S!stems sowie deren Investment ermöglichen, adressieren wir gerade hier die entscheidenden Hürden. Wir bieten ein vollintegriertes Konzept, vermeiden ein kompliziertes Dienstleister-Management und fehleranfällige Schnittstellen. Schlussendlich schaffen wir ein Angebot, das Klimaneutralität von Immobilien mit einem profitablen Geschäftsmodell verbindet”, kommentiert Dr. Karsten Schmidt, CEO und Gründer von Ampeers Energy.

Beispielsweise kann der CO₂-Ausstoß eines in die Jahre gekommenes Mehrfamilienhaus von 40 auf unter 2 kg/qm gesenkt werden. Dies erfolgt durch das Zusammenspiel einer modernen, strombasierten Heizungslösung inkl. einer PV-Anlage auf dem Dach sowie dem intelligenten Anlagenbetrieb und der automatisierten Abrechnungslösung von Ampeers Energy. Damit kann der Immobilieneigentümer die Modernisierung refinanzieren, ohne die Kaltmieten erhöhen zu müssen.

Durch die strategische Partnerschaft können die Immobilieneigentümer auf einen modularen Baukasten zurückgreifen. Dabei ermöglicht das umfassende Partnernetzwerk alle notwendigen Schritte zur klimaneutralen Gebäudeenergieversorgung im Neubau und Bestand aus einer Hand. Diese beginnt bei der Potenzialanalyse durch intelligente Software für eine ganzheitliche und nachhaltige Strom- und Wärmeversorgung. Sie umfasst darüber hinaus die konkrete Umsetzung vor Ort bis hin zum optimierten, softwarebasierten Betrieb der erneuerbaren Anlagentechnik und der Abrechnung von Mieterstrom. Somit wird auch das Investoren-Nutzer-Dilemma ausgehebelt, weil die Investitionen durch die Verwertbarkeit der CO₂-neutralen Energien an die Nutzer refinanzierbar gemacht werden.

Gleichzeitig sorgt der One-Stop-Shop für ein hohes Maß an Skalierbarkeit durch die seriellen Modernisierungskonzepte, die in gesamten Gebäudeportfolien umsetzbar sind.

Partnerschaft liefert alle Bausteine für die Klimaneutralität von Immobilien

Die Kooperation hat sich einem Ziel verschrieben: die Immobilienwirtschaft im Rahmen von Neubau- und Sanierungsprozessen bei der Dekarbonisierung zu unterstützen – durch ganzheitliche, sektorenübergreifende Soft- und Hardware Lösungen im Bereich der Gebäudeenergieversorgung. Das Investment unterstützt die nächsten Wachstumsschritte – beispielsweise, um durch neues Personal die starke Nachfrage bedienen zu können. Gleichzeitig sollen damit die Optimierung und Weiterentwicklung des bestehenden Angebots finanziert werden. So ist derzeit ein CO₂-Monitoring in Vorbereitung, das es ermöglicht, Dekarbonisierungsmaßnahmen zu priorisieren, Benchmarkanalysen durchzuführen sowie ein ESG-konformes CO₂-Reporting umzusetzen.

Über S!stems

Die S!stems GmbH unterstützt die Wohnungswirtschaft dabei, ihre Klimaziele und Sanierungsmaßnahmen schnell, planbar und profitabel umzusetzen. Über einen Quickcheck und eine Machbarkeitsanalyse bietet das S!stems-Team dem Investor alle Information zu Kosten und Rentabilität des Projekts, unabhängig von der Immobiliengröße. Als Bauherrenvertreter koordiniert S!stems die Schnittstellen der Gewerke und sorgt für einen reibungslosen Ablauf bis zur Inbetriebnahme. S!stems ist mit den Systemen Ground Cube Solution, einem Kubus als unterirdisch verbaute Energiezentrale, und EAS!BATH einer intelligenten Lösung für die schnelle, investoren- und mieterfreundliche Badsanierung im Markt aktiv.

Über den BIG Konzern

Der BIG Konzern ist mit 2.014 Liegenschaften einer der bedeutendsten Immobilieneigentümer in Österreich. Das Portfolio besteht aus rund 7,5 Mio. m² vermietbarer Fläche mit einem Fair Value von rund 14,9 Mrd. Euro. Es gliedert sich in die Unternehmensbereiche Schulen, Universitäten und Spezialimmobilien. Büro- und Wohnimmobilien sind in der Tochtergesellschaft ARE Austrian Real Estate GmbH gebündelt. Das Portfolio der ARE umfasst 583 Liegenschaften mit rund 1,8 Mio. m² vermietbarer Fläche. Während sich die BIG primär auf öffentliche Institutionen konzentriert, sollen mit dem Angebot der ARE auch vermehrt nicht-öffentliche Mieter angesprochen werden. Als Bauherr stellt der BIG Konzern einen wichtigen ökonomischen Faktor in Österreich dar. Wirtschaftlichkeit und Architekturqualität gehen dabei Hand in Hand, was laufend unter Beweis gestellt wird. Jedes Projekt hat den Anspruch, seinen künftigen Nutzern im Sinne der ökologischen, ökonomischen und soziokulturellen Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Der BIG Konzern wurde für sein architektonisches Engagement mehrfach ausgezeichnet und erhielt bis heute elf Bauherrenpreise.

Über Fraunhofer Venture

Fraunhofer Venture steht für das zentrale Ausgründungs- und Beteiligungsmanagement der Fraunhofer-Gesellschaft und bietet durch ein umfangreiches Unterstützungsprogramm Gründern, Start-ups, Industrie und Kapitalgebern Zugang zu den Spitzentechnologien der 76 Fraunhofer-Institute, der Fraunhofer-Infrastruktur und Fraunhofer-Know-how mit über 7600 Patentfamilien. Das Leistungsspektrum von Fraunhofer Venture umfasst die komplette Betreuung und Beratung von der Idee bis zur Unternehmensgründung, dem aktiven Beteiligungsmanagement von Fraunhofer-Beteiligungen, der Unterstützung bei der Finanzierungssuche bis hin zu einem etwaigen Verkauf der Gesellschaft.

Über Ampeers Energy 

Die Ampeers Energy GmbH ermöglicht der Immobilienwirtschaft schon heute eine klimaneutrale und gleichzeitig profitable Energieversorgung ihrer Gebäude. Mit seinen wegweisenden Software-Lösungen und der gezielten Einbindung von Hardware und Service-Partnern erreicht das Spin-off der Fraunhofer-Gesellschaft eine Senkung der  CO₂-Emissionen um mehr als 90 Prozent. Das Leistungsangebot umfasst dabei den gesamten Prozess von der Analyse der Optimierungspotenziale, der Umsetzungsbegleitung bis hin zum profitablen Betrieb und der Abrechnung von Mieterstrom. Damit schafft Ampeers Energy die Grundlage für klimaneutrale Gebäudebestände und trägt zur Bekämpfung des Klimawandels bei.

Pressekontakt

Niklas Benzenberg
Head of Marketing
E: n.benzenberg@ampeersenergy.de
T: 0170 55 82 454

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Dr. Karsten Schmidt ist CEO & Gründer von Ampeers Energy

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Ampeers Energy steigert Wirtschaftlichkeit von klimaneutraler Modellsiedlung in NRW um bis zu zehn Prozent ​

Ampeers Energy steigert Wirtschaftlichkeit von klimaneutraler Modellsiedlung in NRW um bis zu zehn Prozent

Die Stadtwerke Nettetal planen das Wohnen der Zukunft: 31 Einfamilienhäuser, zwei Mehrfamilienhäuser und ein teilautarkes Versorgungsnetz entstehen im Quartier am Juiser Feld, 25 Kilometer westlich von Düsseldorf. Als Experte für klimaneutrale Immobilien stand Ampeers Energy den Projektentwicklern drei Monate lang beratend zur Seite. Mit Erfolg: Dank Simulationsanalysen konnte die Rendite der Siedlung um etwa fünf bis zehn Prozent gesteigert werden. 

7 Min. Lesedauer

von AMPEERS ENERGY, München, 21. Juli 2022

Hinter der klimaneutralen Modellsiedlung Juiser Feld steckt ein Versorgungskonzept, das auf Eigenverbrauch und Autarkie setzt: Ein kaltes Nahwärmenetz bringt Wärme in die Haushalte. Der Strom für die Wärmepumpen stammt aus Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Siedlungshäuser. Ein Quartiers-Batteriespeicher speichert den lokal erzeugten Strom zwischen. Es entsteht ein teilautarkes Mikronetz, das Häuser, Erzeugungsanlagen und Mobilitäts-Hub miteinander verbindet. Der Reststrom, der über einen gemeinsamen Netzanschlusspunkt bezogen wird, ist Grünstrom, sodass 100 Prozent CO2-Neutralität erreicht wird. 

Im Rahmen eines Energie-Contractings bleiben PV-Anlagen und Wärmepumpen im Besitz der Stadtwerke Nettetal. Dafür beziehen Bewohnerinnen und Bewohner Strom und Wärme bei ihnen – kostengünstig und preisstabil. PV-Überschüsse werden vermarktet, zum Beispiel als Ladestrom. 

Je höher Eigenverbrauch und Autarkie, desto höher fällt die Wirtschaftlichkeit des Quartiers aus. Unter diesen Gesichtspunkten haben die Stadtwerke Nettetal die Expertinnen und Experten von Ampeers Energy an Bord geholt, um Empfehlungen für ein bedarfsgerechtes Energiekonzept zu erarbeiten.  

Mithilfe von sektorenübergreifenden Simulationsanalysen konnte das Team von Ampeers Energy vor allem in drei Bereichen Potenziale heben: 

      1. Eine volle Belegung der Flachdächer mit PV-Anlagen ist die passende Antwort auf steigende Strompreise und -bedarfe. Die ertragsoptimale Ausrichtung ist eine kombinierte, flache Aufstellung in Richtung Nord-West und Süd-Ost.

      2. Ein Quartiers-Batteriespeicher hilft, den Eigenverbrauch der PV-Anlagen zu erhöhen und Lastspitzen zu reduzieren – insbesondere wenn PV-Überschüsse vermarktet werden sollen. Im Vergleich von drei Batteriegrößen stellte sich die kleinste Variante (170 kWh) als passend für die Rahmenbedingungen am Juiser Feld heraus.

      3. Neben einer Wärmepumpe besitzt jedes Haus einen thermischen Wärmespeicher für Heizwärme und Trinkwarmwasser. Eine Simulation von drei Größen ergab, dass die mittlere Variante bei einer optimierten Betriebsführung am rentabelsten ist. 

Durch Anpassung scheinbar kleiner Stellschrauben konnte Ampeers Energy dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit der Modellsiedlung Juiser Feld deutlich zu verbessern. Der Eigenverbrauch lokal gewonnener Energie liegt bei 45 Prozent, der Autarkiegrad bei 65 Prozent. Die Rendite konnte um etwa fünf bis zehn Prozent gesteigert werden. Da die meisten Neubauprojekte auf kalte Nahwärmenetze setzen, hat das Energiekonzept von Ampeers Energy darüber hinaus das Potenzial, als Blaupause zu fungieren. 

„Klimaneutrale Immobilien und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus – ganz im Gegenteil. Mit Ampeers Energy haben wir Expertinnen und Experten an Bord, die stets beides im Blick haben und diesen Weg mit uns gemeinsam gehen“,  so Norbert Dieling, Geschäftsführer der Stadtwerke Nettetal. 

Auch nach Finalisierung des Energiekonzeptes wird Ampeers Energy die Stadtwerke Nettetal bei der Umsetzung der Modellsiedlung begleiten und beraten. Zudem ist es denkbar, im späteren Betrieb die Steuerung der innovativen Anlagentechnik zu übernehmen. 

Über die Stadtwerke Nettetal 

Die Stadtwerke Nettetal GmbH wurde 1971 nach dem Zusammenschluss der Städte Kaldenkirchen, Lobberich und der Gemeinden Breyell, Hinsbeck und Leuth zur Stadt Nettetal gegründet. Als Energieunternehmen und Wasserversorger versorgen die Stadtwerke Nettetal über 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner mit Strom, Gas und Trinkwasser. 

Über Ampeers Energy 

Ampeers Energy ermöglicht der Immobilienwirtschaft schon heute eine klimaneutrale und profitable Energieversorgung ihrer Gebäude. Mit seinen Software-Lösungen und der Einbindung von Service-Partnern senkt das Spin-off der Fraunhofer Gesellschaft CO2-Emissionen um mehr als 90 Prozent. Das Leistungsangebot umfasst dabei den gesamten Prozess von der Analyse der Optimierungspotenziale, der Umsetzungsbegleitung bis hin zum profitablen Betrieb und der Abrechnung von Mieterstrom. Damit schafft Ampeers Energy die Grundlage für klimaneutrale Gebäudebestände und trägt zur Bekämpfung des Klimawandels bei. 

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Julia Buchterkirchen
Marketing Managerin
j.buchterkirchen@ampeersenergy.de
+49 (0) 89-215 367 986

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AMPEERS ENERGY digitalisiert Mieterstromangebot bei Isarwatt

AMPEERS ENERGY digitalisiert Mieterstromangebot
bei Isarwatt

AMPEERS ENERGY hat das Mieterstromangebot der Münchner Genossenschaft Isarwatt auf ein neues digitales Fundament gestellt: Die Software-Lösung des SaaS-Spezialisten optimiert nicht nur komplexe Abrechnungsprozesse, sondern stellt auch die Skalierbarkeit des Angebots und damit das zukünftige Wachstum von Isarwatt sicher.

4 Min. Lesedauer

von AMPEERS ENERGY, München, 24. Mai 2022

Vom Dach oder Keller direkt in die Haushalte: Mieterstrom wird dort erzeugt, wo Mieterinnen und Mieter leben. Dank der emissionsfreien Produktion durch Photovoltaik-Anlagen und des hohen Brennstoffnutzungsgrades von Blockheizkraftwerken leisten Bewohnerinnen und Bewohner einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Aktuell profitieren 1.500 Wohneinheiten vom fairen Stromtarif des Energiewende-Start-ups Isarwatt, der zehn Prozent günstiger ist als der lokale Grundversorger.

So einfach das Prinzip Mieterstrom klingt, so komplex sind die Prozesse dahinter. Verbrauchsdaten müssen hundert Prozent verlässlich sein, Abrechnungen innerhalb kurzer Zeit erstellt und dabei zahlreiche energiewirtschaftliche Anforderungen erfüllt werden. Wächst die Anzahl der Zählpunkte, steigt auch die Komplexität. Insbesondere der hohe manuelle Aufwand gestaltete sich in der Vergangenheit als Herausforderung für Isarwatt. Zudem lief die Abrechnung über einen externen Dienstleister, was eine reaktionsschnelle, nahtlose Betreuung der Endkundinnen und -kunden erschwerte.

Mit der Software AE LOCAL SUPPLIER hat AMPEERS ENERGY die Prozesse hinter Isarwatts Mieterstromangebot nun erfolgreich digitalisiert. Als SaaS-Lösung (Software as a Service) ist sie schneller einsetzbar, flexibler und besser skalierbar als eine klassische Software. Vom Management der Energiedaten über die automatisierte Abrechnung bis zum energiewirtschaftlichen Reporting verfügt Isarwatt ab sofort über die volle Kontrolle, um effizient und wirtschaftlich zu agieren.

Was einst langwierig, aufwendig und fehleranfällig war, hat dank AE LOCAL SUPPLIER an Geschwindigkeit und Verlässlichkeit gewonnen: Die Jahresabrechnungen der 1.500 Endkundinnen und -kunden lassen sich in wenigen Schritten und innerhalb weniger Wochen erstellen.

Alle digitalen Prozesse sind dabei skalierbar, was eine wichtige Voraussetzung für Isarwatt war: „Wir wollen die Energiewende weiter voranbringen und wachsen, dabei in einer agilen, skalierbaren Software-Umgebung arbeiten, die das Wachstum mittragen kann. Gerade für Neubau-Projekte im Quartierskontext heißt das, Energie-, Mobilitäts- und Sharing-Lösungen miteinander zu vernetzen. Dafür haben wir mit AMPEERS ENERGY und vielen gemeinsamen Zielen, die uns verbinden, den perfekten Partner gefunden”, so Claudia Maier, Geschäftsleiterin von Isarwatt.

Erfahren Sie mehr in unserer Case Study.

Über Isarwatt

Die Isarwatt eG ist Münchens führender Mieterstromanbieter. Die Genossenschaft wurde 2017 von sechs Wohnungsunternehmen gegründet und zählt mittlerweile 21 Mitgliedsunternehmen. In ihrem Bestand sind 1.500 Wohneinheiten in und um München. Isarwatt strebt eine dezentrale Energieversorgung an, die nahezu CO2-frei, lokal, unabhängig und günstiger gegenüber dem Tarif des Grundversorgers ist.  

Über AMPEERS ENERGY

AMPEERS ENERGY ermöglicht der Immobilienwirtschaft schon heute eine klimaneutrale und profitable Energieversorgung ihrer Gebäude. Mit seinen Software-Lösungen und der Einbindung von Service-Partnern senkt das Spin-off der Fraunhofer Gesellschaft CO2-Emissionen um mehr als 90 Prozent. Das Leistungsangebot umfasst dabei den gesamten Prozess von der Analyse der Optimierungspotenziale, der Umsetzungsbegleitung bis hin zum profitablen Betrieb und der Abrechnung von Mieterstrom. Damit schafft AMPEERS ENERGY die Grundlage um klimaneutrale Gebäudebestände und trägt zur Bekämpfung des Klimawandels bei.

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Julia Buchterkirchen
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Neues Whitepaper von AMPEERS ENERGY zeigt: Immobilienwirtschaft kann CO2-Minderung heute schon profitabel erreichen​

Neues Whitepaper von AMPEERS ENERGY zeigt: Immobilienwirtschaft kann CO2-Minderung heute schon profitabel erreichen

Der Immobiliensektor konnte in Deutschland seine Emissionen in den vergangenen 10 Jahren nicht wesentlich senken. Nun muss er diese bis 2030 nahezu halbieren. Wie kann das gelingen? AMPEERS ENERGY beschreibt in einem kostenlosen Whitepaper die Lösungen und formuliert sechs Thesen für einen klimaneutralen Gebäudebestand. In diesem Whitepaper zeigt AMPEERS ENERGY, wie Immobilienunternehmen schon jetzt die CO₂-Emissionen ihrer Gebäude um 90 % senken und dabei sogar attraktive Renditen auf ihr Investment erzielen können.

3 Min. Lesedauer

von AMPEERS ENERGY, München, 28. März 2022

Die Immobilienwirtschaft kann heute schon mit erneuerbaren Energien ihre CO2-Emissionen um 90 % reduzieren und dabei Renditen von bis zu 10 % erwirtschaften.

    • Der Immobiliensektor steht vor der historischen Herausforderung die CO2-Emissionen in weniger als zehn Jahren fast zu halbieren und bis 2045 klimaneutral zu werden.
    • Mit erneuerbaren Energien, Sektorenkopplung und neuen Geschäftsmodellen kann in Liegenschaften eine CO2-Minderung von 90 % sogar profitabel erreicht werden.
    • Das Whitepaper von AMPEERS ENERGY beschreibt Lösungen und zeigt Beispiele für die schnelle und skalierbare Dekarbonisierung der Branche.
Foto: © RWB

Immobilienunternehmen können einen großen Beitrag zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen leisten, indem sie Strom aus erneuerbaren Energien lokal erzeugen und in Gebäuden oder ganzen Quartieren möglichst weitgehend vor Ort nutzen. Dafür ist es erforderlich, die Energieversorgung von der Planung bis zum Betrieb ganzheitlich und sektorenübergreifend zu denken. Denn wenn der lokal erzeugte Strom auch für die erneuerbare Wärmeversorgung oder Mobilität genutzt wird, ergeben sich für Unternehmen ganz neue Möglichkeiten. Mieterstromangebote und weitere Dienstleistungen wie Ladestrom für Elektromobilität eröffnen ihnen weitere Ertragsquellen. Finanzielle Sanierungslasten entwickeln sich auf diese Weise zu Investments in attraktive Geschäftsmodelle. Die Erlöse dienen dabei der Refinanzierung, so dass viele Sanierungen auch ohne Förderung möglich sind. Immer wichtiger wird weiterhin der Aspekt, durch die Nutzung erneuerbarer Energien vor Ort die Abkopplung von steigenden Preisen und Versorgungsrisiken im Strom- und Gasmarkt zu erreichen. Ein Plus für Mieter und Vermieter, das auch den Wert einer Immobilie erheblich steigert.

Digitale Lösungen sind dabei der Schlüssel: Eine softwarebasierte Planung ermöglicht die schnelle und verlässliche Erstellung eines ganzheitlichen Energiekonzeptes für Liegenschaften und ganze Quartiere – einschließlich Business Case. Wenn ähnliche Gebäudetypen, wie z.B. Nachkriegsbauten der 1950/60er Jahre, die rund ein Drittel der vermieteten Mehrfamilienhäuser ausmachen, systematisch angegangen werden, sind Pilotkonzepte einfach im Portfolio übertragbar. Im Ergebnis können Unternehmen die Modernisierung deutlich schneller umsetzen und die Wirtschaftlichkeit von Investitionen steigern. Um die Komplexität der Modernisierungsaufgaben zu meistern, kann die Immobilienwirtschaft schon heute auf Angebote von Dienstleistern wie AMPEERS ENERGY zurückgreifen, die von der Planung bis zum optimierten Betrieb − inklusive der Abrechnungsprozesse − alle Leistungen aus Einer Hand anbieten. Worauf also warten?

Wie groß die Aufgabe der Immobilienwirtschaft ist und warum sie besser heute als morgen handeln muss, zeigt das 30-seitige Whitepaper von AMPEERS ENERGY. Interessierte Immobilienunternehmen erfahren in dem Leitfaden, wie Vorreiter der Branche eine profitable CO2-Minderung bereits umsetzen.

Hier geht es zum AMPEERS ENERGY Whitepaper.

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Julia Buchterkirchen, AMPEERS ENERGY GmbH j.buchterkirchen@ampeersenergy.de, +49 (0) 89-215 367 986

Immobilienwirtschaft muss mit deutlich verschärften Anforderungen rechnen

Klimaschutz Verschärfung in der EU

Immobilienwirtschaft muss mit deutlich verschärften Anforderungen rechnen

6 Min. Lesedauer

von Dr. Jörg Kruhl, CMO AMPEERS ENERGY 
Erschienen am 29.10.2021

Europäische und nationale Klimaziele sind inzwischen klar ausgerichtet auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die gesetzlichen Regelungen sind es bislang noch nicht. Ihnen fehlt noch die Ausrichtung auf konkrete Ziele. Das wird sich in der nächsten Zeit ändern. Denn nur mit verschärften Anforderungen kann der Gebäudesektor die angestrebten Ziele überhaupt erreichen.

In diesem Artikel zeigen wir die europäischen und nationalen gesetzlichen Regelungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen im Gebäudesektor auf. Wir zeigen welche Regelungen sich ändern, mit deren Hilfe die Klimaziele im Gebäudesektor erreicht werden sollen.

Alles geht von Europa aus

Von der Europäischen Union gibt es diverse Richtlinien im Energiebereich, die unter anderem die Energieeffizienz von Gebäuden und den Ausbau der erneuerbaren Energien regeln. Die Mitgliedsstaaten müssen diese Richtlinien in nationales Recht umsetzen.

Die größte Bedeutung hat die Gebäude-Energieeffizienz-Richtlinie, auf Englisch: Energy Performance of Buildings Directive (EPBD). Sie setzt den Rahmen für effiziente Gebäude und einen klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050. Aus dieser Richtlinie stammt die Grundlage für den Energieausweis, der Käufer:innen und Mieter:innen über Energieverbrauch und –kosten informiert. Auch die Anforderung an den Neubau von Gebäuden, die nahezu keine externen Energiequellen mehr benötigen (Nearly-Zero-Energy-Buildings) stammt aus dieser Richtlinie.

Ebenfalls relevant ist die Energieeffizienz-Richtlinie der EU, auf Englisch: Energy Efficiency Directive (EED). Sie regelt die erforderlichen Einsparungen im Energieverbrauch. Zu ihren Zielen gehört u. a. die Schaffung von Transparenz für Verbraucher:innen über ihren Energieverbrauch, damit sie ihr Verhalten entsprechend anpassen. Bewohner:innen von Mehrfamilienhäusern haben damit zukünftig den Anspruch auf regelmäßige Informationen über ihren Energieverbrauch.

Mit der Erneuerbare-Energien-Richtlinie, auf Englisch: Renewable Energy Directive (RED) setzt die EU den rechtlichen Rahmen zur Umsetzung verbindlicher Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien in der EU. Bisher ist eine Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am gesamten Endenergieverbrauch bis 2030 auf 32 Prozent geplant.

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Nationale Regelungen in Deutschland

Alle diese europäischen Regelungen müssen innerhalb fester Zeitvorgaben in der nationalen Gesetzgebung umgesetzt sein. Die deutschen Gesetze und Verordnungen verfolgen neben der Umsetzung der europäischen Vorgaben aber auch eigene Zielsetzungen, die teilweise darüber hinaus gehen. Denn national gibt es mittlerweile einen klaren Pfad zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors bis 2045. Alleine bis Ende 2030 müssen die Emissionen des Immobiliensektors von 118 Millionen Tonnen, Stand 2020, auf 67 Millionen Tonnen runter.

Die Anforderungen an die Energieeffizienz und den Einsatz von erneuerbaren Energien bei Gebäuden regelt in Deutschland das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Es begrenzt vor allem den Energiebedarf von Neubauten, die Ansprüche haben sich jedoch seit 2016 nicht mehr verändert. Von Neubauten, deren Energiebedarf radikal reduziert wird, ist im GEG bisher noch keine Rede. Auch bei Bestandsgebäuden gibt es bislang noch keine Anforderungen an den Energiebedarf. Nur Heizungen müssen spätestens nach 30 Jahren ausgetauscht werden. Das GEG reicht somit in der heutigen Form bei weitem nicht aus, um den Gebäudesektor auf Klimakurs zu bringen.

Ein wichtiges Element, das auch in der politischen Diskussion auf der Agenda ganz oben steht, ist das EEG. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG hat für einen deutlichen Schub beim Ausbau der erneuerbaren Energien gesorgt. Es trat noch vor der ersten europäischen Richtlinie in Kraft und regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien sowie die feste Einspeisevergütung für diesen Strom. Seit einigen Jahren enthält es spezielle Regelungen für Förderung und Nutzung von Solarstrom in Mehrfamilienhäusern. Auch für das EEG ist eine Änderung zu erwarten, die sicher im Zusammenhang mit den oben genannten ergänzenden Gesetzen zu entscheiden ist.

Bevorstehende Änderungen sind nötig für ambitionierte Klimaziele

Im Sommer 2021 hat die EU-Kommission schon angedeutet auf welchem anspruchsvollen Pfad sich die EU begeben wird,, als sie das Paket “Fit for 55” vorgestellt hat. Denn mit der Erhöhung des Klimaziels für 2030 auf 55 Prozent werden sämtliche Richtlinien überarbeitet. Sie erhalten eine klare Anpassung an das Ziel für 2030 und die Klimaneutralität 2050.

Infolgedessen wird es verschärfte Anforderungen an Gebäude geben. Dazu gehören zum Beispiel Mindestanforderungen an Bestandsgebäude, um Bewegung in den Sanierungsmarkt zu bringen. Dies ist nötig, um die heutige Sanierungsrate von rd. 1 % jährlich auf die nötigen 3 bis 4 % anzuheben.

Die EU wird einen eigenen Emissionshandel für die Sektoren Gebäude und Verkehr einrichten. Was das für das bereits geltende Brennstoffemissionshandelsgesetz bedeutet, ist noch unklar. Erneuerbare Energien sollen für die Energieversorgung von Gebäuden einen höheren Mindestanteil übernehmen.

Diese Änderungen auf der europäischen Ebene treffen in Deutschland also auf ein Gebäudeenergiegesetz, das keine zwei Jahre nach dem Inkrafttreten in 2022 dringend überarbeitet werden muss. Es wird notwendig sein Neubauten bereits beute auf einen klimaneutralen Gebäudebestand in 2045 auszurichten. Es wird auch notwendige Mindestanforderungen für den Energiebedarf von Bestandsgebäuden enthalten müssen, denn ohne den Bestand erreichen wir nicht die erforderlichen Fortschritte bei der Emissionsreduzierung im Gebäudesektor.

Ein weiterer politischer Diskussionspunkt ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), mit dem Wärme- und Verkehrssektor seit Januar 2021 in den Emissinsrechtehandel einbezogen werden. Bislang tragen ausschließlich die Mieter die Kosten für die CO2-Bepreisung nach dem (BEHG). Auch hier sind Änderungen wahrscheinlich, , denn um eine Lenkungswirkung für Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen zu erzielen wird diskutiert, dass Eigentümer in Zukunft je nach Sanierungsstand eines Gebäudes Teile dieser Kosten mit tragen sollen. Und hier sind beachtliche Beträge zu erwarten. Bis 2026 steht der Preiskorridor für Emissionen aus den Bereichen Gebäude und Verkehr fest. Für die Zeit danach werden marktwirtschaftlich gebildete Preis erwartet, die mit Blick auf die hohen Minderungsziele beachtlich steigen können. Experten gehen in einer Studie für das Bundesumweltministerium davon aus, dass der CO2-Preis 2030 bei 125 Euro und 2040 bei 275 Euro pro ausgestoßener Tonne Kohlendioxid liegen könnte.

Und schließlich werden neben den Anforderungen an den Verbrauch von Gebäuden auch Regelungen auf den Weg gebracht, die ein direktes Investment in Klimaschutzmaßnahmen erfordern: Anforderungen an die Installation und Nutzung von erneuerbaren Energien in Gebäuden. Der Mindestanteil von erneuerbaren Energien zur Deckung des Energiebedarfs, von bisher 15 %, wird sicher deutlich angehoben. Denn für klimaneutrale Gebäude brauchen wir viel mehr erneuerbare Energien in Gebäuden. Hinzu kommt eine bundesweite Diskussion über die Solarpflicht. Einige Bundesländer haben bereits den Anfang gemacht, in Baden-Württemberg gilt sie bereits ab Mai 2022 für neue Wohngebäude. Ab 2023 folgen Berlin und Hamburg. In praktisch allen Bundesländern sind Regelungen in Vorbereitung.

Mit all diesen zuvor genannten Änderungen kommt in der nächsten Zeit einiges auf Immobilienunternehmen zu. Diese Verschärfungen scheinen notwendig, um die hoch gesteckten Klimaziele zu erreichen und die Energiewende im Immobiliensektor deutlich zu beschleunigen. Für die Unternehmen muss es nun darum gehen, geeignete Strategien zu entwickeln, um die resultierenden Maßnahmen in möglichst profitablen Projekten umzusetzen.

Klimaziele setzen Immobilienwirtschaft unter Druck und bieten neue Chancen

Klimaziele setzen Immobilienwirtschaft unter Druck und bieten neue Chancen

Darum lohnt es sich für die Immobilienwirtschaft frühzeitig zu handeln.

8 Min. Lesedauer

Erschienen am 15.10.2021

Klimaziele waren lange Zeit abstrakt und weit weg. Doch konkrete Zahlen für die zulässigen Emissionen in 2030 und die angestrebte Klimaneutralität in 2045 rücken sie in greifbare Nähe. Durch neue Maßnahmen, wie die CO-Bepreisung im Gebäudesektor wächst der Handlungsdruck bei Immobilienunternehmen. Gleichzeitig bieten sich ihnen neue Geschäftsmodelle mit innovativen Technologien, die helfen dieses Problem zu lösen.   

In diesem Artikel zeigen wir die höheren Klimaziele im Gebäudesektor und wie sie den Druck erhöhen. Wir zeigen auch welche Chancen sich für Wohnungsunternehmen aus diesen neuen Anforderungen ergeben.  

Höhere Ziele für Klimaschutz im Gebäudesektor 

Im April 2021 hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, dass der bisherige Zielpfad zur Reduzierung der CO-Emissionen im Klimaschutzgesetz von 2019 nicht ausreichend ist, um die Interessen der künftigen Generationen zu schützen. Damit musste die Bundesregierung die Reduktionsziele anpassen und das Klimaschutzgesetz überarbeiten.  

Nun strebt Deutschland in der neuen Fassung die Klimaneutralität bereits im Jahr 2045 an. Auf dem Weg dahin sollen bis 2030 die Emissionen um 65 Prozent und bis 2040 um 88 Prozent reduziert werden, beides im Vergleich zu 1990.  

Für den Gebäudesektor, der als einziger Sektor das Ziel für 2020 nicht erreicht hat, ergibt sich daraus ein neuer Zielpfad mit der Reduzierung der CO-Emissionen auf 67 Millionen Tonnen im Jahr 2030. Ausgangspunkt sind die 120 Millionen Tonnen aus 2020, wovon 87 Millionen Tonnen auf Wohngebäude entfallen. Bis 2045 soll der Gebäudebestand nahezu klimaneutral sein. 

Wirtschaftlicher Druck durch steigenden CO-Preis 

Beim verschärften Klimaziel wird es sicher nicht bleiben. Eine Reihe von Maßnahmen werden folgen, damit alle Sektoren ihren Beitrag zu diesem Ziel leisten. Zu diesen Instrumenten gehört der CO-Preis für Emissionen aus den Bereichen Gebäude und Verkehr – geregelt im Brennstoffemissionshandelsgesetz BEHG. Diese Bepreisung von CO-Emissionen wurde mit Beginn 2021 eingeführt, liegt derzeit bei 25 EUR je Tonne CO₂ und steigt bis 2025 schrittweise auf 55 EUR je Tonne CO2 an: 

Ab 2026 wird der Preis über Versteigerungen innerhalb eines festen Korridors ermittelt. Der Korridor liegt im ersten Jahr zwischen 55 und 65 EUR je Tonne CO. Da der aktuell geplante Preis noch vor der neuen Fassung des Klimaschutzgesetzes festgelegt wurde, ist zu erwarten, dass der Korridor nach oben korrigiert wird. Das Umweltbundesamt schätzt die Kosten des gesamten Schadens, der 2030 durch eine Tonne CO₂ verursacht wird auf 180 EUR. Andere Länder, wie zum Beispiel Schweden greifen bereits härter durch und veranschlagen 2021 schon einen Preis von 110 EUR je Tonne CO 

Diese Kosten müssen aktuell noch allein durch die Mieter getragen werden. Doch das wird nicht dauerhaft so bleiben, denn die Mieter haben nur einen begrenzten Einfluss auf die Anlagentechnik und somit auf die Emissionen der Gebäude. Sie können nur über die Raumtemperatur den Energieverbrauch beeinflussen. Es muss vielmehr damit gerechnet werden, dass die neue Bundesregierung eine Aufteilung der Kosten zwischen Mieter und Vermieter beschließen wird, um diejenigen die die Modernisierung beeinflussen können mit in die wirtschaftliche Pflicht zu nehmen.   

Eine bereits erzielte Einigung zur Teilung der Kosten kam in der Bundesregierung doch nicht zustande, da die Union dagegen stimmte, um Vermieter nicht zusätzlich zu belasten. 

Kosten für Sanierungen werden steigen

Im Segment Mietwohnen liegt die Sanierungsquote in Deutschland derzeit bei 1 %, müsste aber bei mind. 4 % liegen, um alle 3,2 Mio. Mehrfamilienhäuser bis 2045 sanieren zu können und die Klimaziele zu erreichen. 

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Wer heute Sanierungsmaßnahmen startet, mit dem Blick auf die angestrebte Klimaneutralität, hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen reduzieren sich die künftigen CO-Kompensationskosten. Zum anderen muss man sich keine Gedanken über den steilen Kostenanstieg für die Sanierungsmaßnahmen machen.   

Wenn die Entwicklung mit der derzeit niedrigen Sanierungsquote weiter anhält, besteht die Gefahr, dass in wenigen Jahren viele Unternehmen gleichzeitig mit der Erhöhung ihrer Sanierungsquote beginnen. Schon heute gibt es bei vielen Baumaterialien Lieferengpässe, bei steigender Nachfrage kann sich das Problem vergrößern. Hinzu kommt ein großer Fachkräftemangel im Handwerk. 

Immobilienunternehmen müssen mit steigenden Kosten rechnen, sowohl durch die CO-Bepreisung als auch für zukünftige Sanierungen. Je länger sie warten, umso mehr steigen die Kosten. 

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Chancen ergreifen und neue Möglichkeiten nutzen

Der politische und wirtschaftliche Druck auf die Immobilienwirtschaft wächst. Doch es muss viel investiert werden und in der Vergangenheit haben Sanierungen oft nicht den gewünschten Erfolg gebracht.  

Die Immobilienwirtschaft hat dafür heute zahlreiche Chancen. Neue Geschäftsmodelle auf Basis erneuerbarer Energien können dazu beitragen, dass die Sanierungen ein wirtschaftlicher Erfolg werden.  

Die Digitalisierung ermöglicht in diesem Zusammenhang den Energieverbrauch von Wohngebäuden zu erfassen und zu optimieren. Sie bietet auch eine hilfreiche Unterstützung zur optimalen Abstimmung einer lokalen Energieerzeugung mit erneuerbaren Energien auf den Energiebedarf für Strom, Wärme und Mobilität. 

Mieterstrom bietet die Möglichkeit der Stromvermarktung an die eigenen Mieter, sodass eine höhere Vergütung als im Fall einer Volleinspeisung erzielt werden kann.   

Zudem kann der Strom aus lokalen Photovoltaikanlagen für Wärmepumpen in der Wärmeversorgung genutzt werden. Die Wärme lässt sich, falls notwendig, im Baukörper oder in einem Pufferspeicher zwischenspeichern.  

Die Einrichtung von Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge ermöglicht es ebenfalls zusätzliche Umsätze zu erwirtschaften. Mit zunehmender Verbreitung von Elektroautos wird dieses Angebot wichtiger und für die Betreiber gewinnt es wirtschaftlich an Bedeutung.   

Solche neuen Betriebsmodelle sind für die Immobilienwirtschaft mittlerweile möglich. Denn mit einer Neuregelung im Gewerbesteuergesetz dürfen sie jetzt Einnahmen aus dem Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energien oder aus dem Betrieb von Ladestationen erzielen. Sofern diese Einnahmen die Grenze von 10 % der Miet- und Pachteinnahmen nicht übersteigen, bleibt das Gewerbesteuerprivileg bestehen.  

 

Jetzt aktiv werden lohnt sich für die Immobilienwirtschaft

Die Immobilienwirtschaft hat schon heute viele Chancen, Sanierungen zum Erfolg zu führen und den Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand zu bestreiten. Sie muss jetzt aktiv werden und nicht erst abwarten was passiert. Sonst wird es teurer, der CO-Preis für fossile Brennstoffe und die Sanierungskosten werden ansteigen. Neue Geschäftsmodelle auf der Basis erneuerbarer Energien bieten bereits heute Chancen für attraktive Renditen. 

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